Harald Bohnenberg verlässt nach über 22 Jahren die BSS Materialflussgruppe

Zum 30. September 2014 hat Harald Bohnenberg das Unternehmen nach nunmehr 22 Jahren als erfolgreicher Geschäftsführer und Gesellschafter verlassen und wurde in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Seit über zwei Jahrzenten war die BSS Materialflussgruppe seine berufliche Heimat. Der 65-jährige Münchener gründete 1992 das Unternehmen im Herzen von Solingen-Ohligs und machte es zu einem erfolgreichen Generalunternehmer für Intralogistik. „Begonnen haben wir damals mit sechs Mitarbeitern. Heute sind es 130“, resümiert Bohnenberg. Auch die Umsatzzahlen haben sich im Laufe der Jahre verändert. Als Geschäftsführer war er in den letzten Jahren für das Finanzmanagement verantwortlich. Mittlerweile setzt BSS pro Jahr 40 Millionen Euro um.

Dipl.-Ing. Martin Gräb und Dipl.-Ing. Vasilios Dossis bilden seit dem 1. Oktober 2014 als Doppelspitze die Geschäftsführung der Gruppe. „Harald Bohnenberg hat die positive Entwicklung unseres Unternehmens voran getrieben und maßgeblich zu unserem Erfolg beigetragen“, sagt Gräb. „Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei ihm“.

In Zukunft will die BSS Materialflussgruppe im Ausland stärker Fuß fassen. Das heißt im EU-Raum und in Osteuropa – aber auch in den USA.


 

Ausgeklügelte Intralogistik für Studierende in aller Welt

Wo befindet sich die größte deutsche Hochschule, also die mit den meisten Studierenden? Die überraschende Antwort lautet, dass es keine der großen Universitätsstädte wie München, Köln oder Frankfurt ist, son­dern das eher beschauliche Hagen in Westfalen.

Hier befindet sich die einzige staatliche deutsche Fernuniversität mit über 74 000 Studierenden in über 100 Ländern der Welt. Nur – das ist der große Unterschied zu anderen Hochschulen: Die Studierenden stu­dieren von zu Hause aus. Und viele Unterlagen zu Neuanmeldung, Seminaren und Studienabschluss werden in Papierform per Post verschickt. Täglich verlassen mehrere Tonnen Papier und bis zu 10 000 Sendungen das Logistikzentrum der FernUniversität mit individuell zusammengestellten Sendungen.

Eine enorme Herausforderung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit viel Aufwand und langen Wegen die einzelnen Dokumente kommissionieren.

Um die weiter steigenden logistischen Anforderungen erfüllen zu können und die Kommissioniertätigkeit angenehmer, sicherer und schneller zu gestalten, beschloss die FernUniversität in Hagen im Jahr 2013 die An­schaffung einer modernen Kommissionieranlage mit automatischem Kleinteilelager (AKL). Nach einem sorgfältigen Auswahl­verfahren erhielt die Solinger BSS Materialflussgruppe Anfang 2014 den Auftrag, dieses System als Generalunternehmer schlüsselfertig zu errich­ten und in den Folgejahren technisch zu betreuen.

Bislang mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FernUniversität die erforderlichen Unterlagen für die Studierenden ausschließlich manuell und häufig fuß­läufig zusammenstellen – eine erhebliche Herausforderung bei Einhal­tung einer fristgemäßen Versendung. Schon leichte Verzögerungen haben für die Studierenden große Folgen, die ihre Lernmaterialien zum großen Teil in Papierform erhalten und die Prüfungstermine einhalten müssen.

„Die Zahl der Sendungen und die Anforderungen an eine flexible Bereitstellung werden sich in den nächsten Jahren noch deutlich erhöhen, was nicht zuletzt mit den Erwartungen an ein modernes Fernstudium zu tun hat“, so Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, Rektor der FernUniversität in Hagen. „Unser derzeitiges Logistikzentrum würde dadurch an seine Grenzen stoßen.“

„Wir haben uns für BSS entschieden, weil das Konzept am besten zu unseren Anforderungen etwa  zur optimalen Flächenausnutzung oder ergonomischen Arbeitsplatzgestal­tung passt“, so Petra Hohmann, Dezernentin für Medienadministration im Logistikzentrum der FernUniversität. In Hagen entsteht aktuell ein 36 m langes, rund 8 m breites und 9 m hohes AKL für eine doppelt tiefe Lagerung von Dokumentenbehältern. Der Lagerblock, der in einer bestehenden Halle errichtet wird, verfügt über drei Gassen sowie fast 20 000 Behälterstellplätze. Eingelagert werden Kunststoffkisten mit einem Vollgewicht von maximal 11 kg. Würde man diese Papiermengen manuell bewegen, wäre dies für die Mitarbeitenden über Jahre gesehen eine wenig rücken­freundliche Arbeit.

Herzstück der Anlage sind daher die ergonomischen Kommissionier­arbeitsplätze in den insgesamt drei Greifzonen. Sie verfügen unter ande­rem über höhenverstellbare Verschiebeplattformen und lassen sich so auf verschiedene Körpergrößen einstellen. Alle Artikelbehälter werden punktgenau in die Greifzonen geliefert und von dort wieder abgeholt. Die Kommissionierer werden dadurch spürbar entlastet, da sie sich weder bücken, noch schwere Lasten tragen müssen. Mit Hilfe modernster RFID-Funketiketten finden die Behälter zielgenau über die Förderstrecke und im Lager ihren Bestimmungsort.

Hinzukommt, dass die Geräuschentwicklung dank der geräuscharmen und energiesparenden Niedervolt-Antriebstechnik der Förderanlage sehr gering ist.

Lagerverwaltung und Materialflusssteuerung führt BSS in SAP-EWM aus, welches Bestandteil der universitätseigenen SAP-Plattform ist.

Die neue Anlage wird im Februar 2015 den Produktivbetrieb aufnehmen.


 

INNOVATIONSTAG LOGISTIK bei der KUKKO Werkzeugfabrik in Hilden - BSS präsentiert hochmoderne Logistiklösung

Gute Partner: KUKKO-Chef Michael Kleinbongartz (l.) und BSS-Geschäftsführer Martin Gräb.

Hilden, 28.08. und 04.09.14 - Rund 50 geladene Gäste haben an den beiden vergangenen Donnerstagen am „INNOVATIONSTAG LOGISTIK 2014“ bei der KUKKO Werkzeugfabrik in Hilden teilgenommen.

Im Jahr 2011 hat die BSS Materialflussgruppe als Generalplaner und -unternehmer für den im Familienbesitz befindlichen Werkzeughersteller das vollautomatische Kleinteilelager konzipiert und in den Jahren 2012 / 2013 schlüsselfertig errichtet. Mitgliedern des Fachverbandes Werkzeugindustrie (FWI) und auch interessierten Logistik-Experten wurde diese hochmoderne Logistiklösung, die nicht nur Artikel ein- und auslagert, sondern wie ein zentrales Nervensystem Wareneingang, Lager, Produktion, Montage Konfektionierung, Kommissionierung und Versand verknüpft, detailliert vorgestellt. Die Ver- und Entsorgung des AKL wird dabei von einer raffiniert geführten Behälterförderanlage übernommen, die auch den in die Fördertechnik integrierten Mehrfachkommissionierplatz beinhaltet, an dem bis zu drei Auftrags­behälter nach dem Prinzip „Ware-zur-Person“ gleichzeitig kommissioniert werden können.

Die Gäste bekamen die Gelegenheit, sich die neuen Logistikprozesse aus nächster Nähe anzusehen. Während eines ausführlichen Anlagenrundganges zeigte Martin Gräb, Geschäftsführer der BSS Materialflussgruppe, den Gästen in lockerer Atmo­sphäre auf, wie auch andere Unternehmen von solchen Lösungswegen profitieren können.

Der Innovationstag war eine gelungene, aufschluss- und abwechslungsreiche Veran­staltung, welche in dieser Form zum ersten Mal stattfand, aber sicherlich eine Fort­setzung erfahren wird.

BSS möchte an dieser Stelle der KUKKO Werkzeugfabrik für diese gelungene Veran­staltung und aktive Mitwirkung bedanken.


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